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7483 Abschlussbericht 2008

01. Oberfläche

Die Oberfläche von 7483 stieg leicht nach Norden an. Der Oberflächenboden mit dem dünnen Grasbewuchs war von den vorhergehenden Grabungsarbeiten weitestgehend niedergetrampelt. Diagonal durch den Quadranten 7483, von Nordosten nach Südwesten hatte sich ein Trampelpfad gebildet.

Auf der Oberfläche, im Nordwesten von 7483 lagen drei rezente Steinbrocken von erheblicher Größe (zwei der Steine hatten eine Größe von etwa einem Meter mal siebzig Zentimeter, siehe dazu: Photos zu 7483:001). Die Steinbrocken stammten aus den Q 7383 und 7384 und wurden bei den Grabungen im Jahr 2007 auf der Oberfläche des Q 7483 abgelegt.
Abgesteckt wurde am 14.08.2008 das nordöstliche Viertel von 7483 (IMG_5305). Dieses Viertel bildete den Oberflächenlocus Locus:7483:001 und sollte in seiner Ausdehnung als Grabungsfläche für unseren Zweck, der Freilegung der östlichen Südecke der Außenmauer des Gebäudekomplexes, ausreichen.

Zuerst entfernte das Arbeiterteam, bestehend aus Ibrahim Öksuz, Veysel Karaipek und Mevlüt Yildiz die im Jahr 2007 auf 7483:001 abgelegten drei artefaktischen Steinbrocken. Für den Abtransport der Steinbrocken mussten die zwei größten Steine gespalten werden. 
Danach begann das Team die Oberfläche Locus:7483:001 (+283.05 m) abzutragen. Das Team arbeitete sich mit Spitzhacke, Kelle und Schippe von Süden ausgehend Richtung Norden vor. Und schon in einer Tiefe von etwa 15-20 cm trafen wir auf die rötliche LZ-Schicht, die uns aus Q 7484 und Q 7383 vertraut war.

Das Team wurde am 15.08.2008 durch den Arbeiter Resül Kaya verstärkt. Zu viert wurde das Abtragen der Oberfläche 7483:001 fortgesetzt (Bild 5771). Etwa 15-25 cm unter der Oberfläche wurde im südlichen Teil eine grau-rötliche Schicht freigelegt. Im Norden wurde, wie erwartet, die Oberkante der Mauer freigelegt. Der aus Locus:7484:016 bekannte Mauervorsprung setzte sich in der Nord-Ost-Ecke von Locus:7483:001 fort (Bild 5773).

Jedoch war der Oberflächenbefund der Mauer zerstörter als von mir erwartet wurde. Der Großteil der südlichen Mauerkante an der Nordseite von Locus:7483:001 war durch eisenzeitliche Gruben zerstört. Es zeichnete sich ab, dass zwei bis drei Gruben in die Mauer eingeschnitten wurden. Und weitere Gruben die sich auf der gesamten Oberfläche abzeichneten, ließen - bezüglich des Erhaltungszustandes der südöstlichen Mauerflucht (SW-NO) im Quadranten 7483 - nichts Gutes vermuten.

Einen korrodierten Münzenfund (7483:001:003) wertete ich nach Internetrecherche als türkisches Fabrikat der Inflationszeit.  Aus dem Befund der Keramikkollektion 7483:001 konnten zwei Einzelfunde entnommen werden: Eine Votivschale und ein quadratisches Keramikplättchen, das als Einlage oder Spielstein gedient haben könnte (R. Czichon). Einen weiteren Einzelfund in 7483:001 bildete ein Arbeitsstein. 

Die Knochenkollektion in 7483:001 beschränkte sich auf Tierknochenfragmente. Eine in 7483:001 gefundene Druse wurde als geologische Probe eingetütet.

Der Locus 7483:001 wurde am 15.08.2008 gereinigt, photographiert und abgeschlossen (UKT: +282.40 m).
 

 

 
 
01. Oberfläche
 
02. Eisenzeitlicher Grubenhorizont
 
03. Östliche Südecke des Tempels
 
03.01. Der Zwischenhorizont
 
03.02. Die Versturzoberfläche
 
03.03. Türinstallation
 
04. Fazit
 
05. Anhang
 
 
Kategorie
Berichte 2008
Angelegt von
Johannes Greger
Anlage
29.09.2008 22:33
letzte Änderung
14.03.2010 18:51
durch
Prof. Dr. Rainer M. Czichon
   
 

 

 

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