Steg (8086:012:001)

Steg? bzw. Holzkonstruktion, welche horizontal, mit einer leichten Neigung nach Osten, auf der rechten (südlichen) Seite der Quellkammer liegt. Die Erhaltung der Holzbalken ist unterschiedlich. Je weiter östlich, desto besser erhalten sind die Hölzer. Zum Teil sehen sie wie frisches verarbeitetes Holz aus. Die meisten Hölzer sind aber noch vergleichsweise fest bzw. hart. Die erhaltene Länge liegt bei ca. 3,10 m, die Breite scheint etwa 37 cm betragen zu haben. Die vermeintliche Leiter scheint aus zwei einfachen, nur entrindeten Baumstämmen mit einem Durchmesser von ca. 9 cm konstruiert zu sein. In dem südlichen Holm finden sich in kurzen regelmäßigen Abständen rechteckige eingezapfte Sprossen. Diese Sprossen waren etwa 25 cm lang, 8 cm breit und 2-3 cm stark. Sie waren in rechteckige Vertiefungen in den Holmen verzapft, so dass eine Trittbreite von ca. 19 cm vorhanden war. Der Abstand der Sprossen liegt bei ca. 15-20 cm. Für Sprossen ist aber ungewöhnlich, dass sehr schmal sind und die schmalste Seite nach oben zeigt. Vielleicht handelt es sich auch um den sekundär verwendeten Rest eine anderen Konstruktion (Regal?). Dafür spricht auch, das der andere Holm der vermeintlichen Leiter überhaupt keine Einzapfungen aufweist. Die Konstruktion geht im hinteren Bereich direkt bis zum Kammerende, wobei der südliche Holm gekürzt worden zu sein scheint. Im hinteren Bereich ist auch ganz klar zu erkennen, wie der nördliche Holm auf einem V-förmig ausgeschnittenen Holzstamm aufliegt. Auch im mittleren Bereich liegt die Leiter auf einigen der vertikal noch im Boden steckenden Pfosten auf. Unabhängig davon scheint es sich um zwei unabhängige Konstruktionen zu handeln. Währende die Pfosten sowie weitere Holzreste von Lehm und vor allem vielen zum Teil recht großen Steinen überdeckt sind bzw. sich in der Versturzschicht befinden, liegt die leiterähnliche Konstruktion auf diesem Versturz auf, was besonders im westlichen Bereich gut zu erkennen ist. Demnach ist diese Konstruktion wohl später über den Versturz mit den Steinen und Holzresten gelegt worden. Der Grund ist allerdings bisher nicht ersichtlich. Womöglich diente sie dazu nach dem Versturz an Wasser in der Quellkammer zu kommen. Die Datierung ist bisher unklar. Möglicherweise stammt sie aus der letzten Nutzungsphase der Eisenzeit.


Die Konstruktion ist dann in Teilen geborgen und verpackt worden (s. Plan). Insgesamt sind es 21 Teile, die durchnummeriert und ausgesondert wurden (1-21). Die Stücke sind dann auch einzeln ausgiebieg fotografiert worden.

Von der Konstruktion wurden mehrere Proben genommen. Da die Probenummer mit den ausgesonderten Funden doppelt vergeben wurden, sind sie nachträgliche geändert worden.

 
 
 
Fundort
Oymaagac (OymS 01)
Funddatum
10.08.2017
Anlage
10.08.2017 09:18
Änderung
09.09.2018 10:20
Kontext
Ost
Nord
Höhe
0.00 bis 2.50
8.25 bis 9.95
268.40 bis 267.30
Fundart
Kollektion
Material
Nassholz
Fundkategorie
keine Kategorie
Datierung
Eisenzeit - terminus ante quem

 

 

 

 

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